Sonntag, 31. Januar 2016
Berufsberatung im Wahn
Einen Beurfsberatungsbogen bzw. das ganze A1-A5 Ding auszufüllen während man höchstwahrscheinlich grade in einer alternativen Realität (oder glaubt ihr auch daran, ermordet zu werden oder bereits tot zu sein?) befindet ist nicht sonderlich intelligent. Also viele Fragen ausgelassen und beim Rest das eingetragen, was ich noch über mich weiß. Jeder Tag fuckt mich irgendwie ein bisschen mehr ab. Die körperlichen Beschwerden sind weg, ebenso wie die schlimmste Phase der Depression, aber dafür gesellen sich jetzt diese ganzen anderen Dinge in meinen Schädel. Kann nicht allein daran liegen, dass ich die erste Staffel Hannibal durch hab, das wäre ja nu doch etwas zu einfach (obwohl mein Psychodoc mal verlauten ließ ich sähe zu viele Serienmörderdokus und sei deshalb wohl so komisch drauf...). Andererseits merke ich langsam, dass sich der Zwiespalt etwas löst. Früher hatte ich nie Angst vor dem Gedanken, einmal verrückt zu werden. Ich hielt es für den ganz normalen Lauf der Dinge, für mich war es quasi seit ich etwa zehn oder elf war selbstverständlich, dass ich einmal den Verstand verlieren würde. Und jetzt wo es endgültig so scheint, als käme es soweit, habe ich doch irgendwie Angst. Ich habe Angst davor, Menschen zu verletzen ohne es zu merken, weil ich Angst davor habe, dass sie mich verletzen. Immer mehr beschäftige ich mit mit dem Tod. Mit dem Tod anderer und meinem eigenen. Dabei geht es nicht einmal speziell um Mord und Selbstmord, oder Amokläufe wie früher als ich das dreizehnjährige Mobbingopfer spielte. Es geht eher darum, dass ich mich frage, woran ich erkennen soll, dass ich tot bin, wenn ich verrückt bin, oder wie sich das unterscheiden lässt. Es geht darum, ob es einen Unterschied machen würde. Nicht auf dieser objektiven Ebene mit Trauer und Minderwertigkeitskomplex sondern einfach in sofern, ob ich das spüren würde, und ob ich es überhaupt mitbekommen würde. Und wenn letzteres nicht zwingend notwenig ist, bin ich dann nicht vielleicht schon tot? Immerhin wäre es doch möglich. An diesem Punkt wünsche ich mir dann doch, tot zu sein, weil das bedeutet, sich um nichts mehr kümmern zu müssen. Berufsberatung mehr, kein Lernen, keine Zusammenbrüche, einfach nur die Stumpfsinnigeit die mich so oft erfasst und die ich mithilfe des Computers so gerne künstlich herbeiführe. Es stimmt schon, ich möchte einfach nicht denken. Egal in welcher Phase ich mich befinde. Es gibt viele Phasen, und sie existieren auf verschiedenen Ebenen. Binge-Phasen sind relativ einfach gestaltet, Selbstzerstörungs-Phasen schon etwas komplexer. Dann gibt es Hazard-Phasen in denen ich mich selbst für äußerst gefährlich halte und mich am liebsten wegsperren würde, und dann gibt es dieses abgedriftete was-auch-immer. Und ja, ich kann das ohne Drogen.
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Klingt scheiße, wie es dir gerade geht
AntwortenLöschenGehst du im moment regelmäßig zum psychodoc oder sind das noch so vorterminr?
Und du hattest in einem vorherigen post gefragt, ob jemamd was über körperliche bulimiesymptome lesen würde. Ich würde das lesen
Mhmm, Psychodoc fängt leider erst in etwas über einem Monat an, das muss ich noch durchhalten. Ich hoff einfach dass die Symptome nicht mehr so exponentiell steigen.
Löschen&& Okay, ich werde mich daran setzen =)
yours